Wir stellen uns vor

Die “Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten” (VVN-BdA) ist ein überparteilicher und überkonfessioneller Zusammenschluss von Verfolgten des Naziregimes, Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfern, Antifaschistinnen und Antifaschisten aller Generationen. In ihrem Logo trägt sie den roten Winkel, das Kennzeichen der politischen Häftlinge in den Konzentrationslagern. Ihr Leitspruch stammt aus dem Schwur der befreiten Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald vom April 1945:

“Die Vernichtung des Faschismus mit seinen Wurzeln, der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.”


Die Frauen und Männer des antifaschistischen Widerstands, die Gefängnis und KZ überlebt hatten, bildeten schon kurz nach Kriegsende Zusammenschlüsse, die sich auf regionaler Ebene als „Vereinigungen der Verfolgten des Naziregimes“ organisierten. Im März 1947 entstand in Frankfurt am Main der gesamtdeutsche „Rat der VVN“. 1971 öffnete sich die Vereinigung für jüngere Mitglieder und nennt sich seitdem auch „Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten“. Heute verbindet die VVN-BdA die letzten Zeitzeug*innen und jüngere Menschen, die sich gegen völkisch-nationalistische und friedensfeindliche Entwicklungen engagieren. Die VVN-BdA ist Mitglied der Fédération Internationale des Résistants (Internationale Föderation der Widerstandskämpfer, FIR www. fir.at).
In Nordrhein-Westfalen hat die Landesvereinigung der VVN-BdA 22 Kreisvereinigungen und insgesamt rund 1.200 Mitglieder.


Die VVN-BdA Kreisvereinigung in Bielefeld

Das Foto zeigt Bielefelder Antifaschisten und Antifaschistinnen aus der VVN-BdA 1987 auf einer Demonstration gegen das Neonazizentrum in der Bleichstraße in Bielefeld; Marie-Luise Hartmann (vorne rechts im Bild) trägt eine selbstgenähte Fahne der VVN Kreis Bielefeld. Zwei Teilnehmer tragen Häftlingskleidung zur Erinnerung an die Verbrechen der Nazis. (Foto: Harald Schuppe)
Ölgemälde des Carl-von-Ossietzky-Zentrums, Besitz: Historisches Museum Bielefeld, gemalt von Rudolf Zimmer
Ölgemälde des Carl-von-Ossietzky-Zentrums, Besitz: Historisches Museum Bielefeld, © Rudolf Zimmer, 1980

Die VVN-BdA in Bielefeld
• gibt es seit 1947, nach einer längeren Pause ist die Kreisvereinigung seit 2018 wieder aktiv
• engagiert sich in der Friedensbewegung, im Bündnis gegen Rechts und anderen friedenspolitischen und antifaschistischen Bündnissen
• stärkt das Gedenken an die ermordeten Widerstandskämpfer (bestattet auf dem Sennefriedhof) und möchte das Gedenken ins Stadtzentrum holen. Wir wünschen uns eine Gedenktafel auf dem Gelände Dürkopp Tor 6!
> Download Infoflyer (Grafik: Lena Schäfferling)

Seit November 2021 ist das Straßenschild Hermann-Kleinewächter-Straße durch unsere Initiative um eine erklärende Legende ergänzt.

Aktuelle Aktivitäten:

Demo und Straßenfest: Menschen über Profite – Hoch die Solidarität!
Samstag, 30. Juli 2022, 15 Uhr Hauptbahnhof/17 Uhr Kesselbrink
> Flyer VorderseiteRückseite

• Da Bielefeld nicht nur für die lokale Coronaleugnerszene, sondern auch für Gruppen aus den Nachbarstädten zum Treffpunkt sogenannter „Spaziergänger*innen“ geworden ist, unter denen sich bekannte Nazis der Region finden, schließt sich die KV Bielefeld und Umgebung dem > Aufruf der VVN-BdA Bundesvereinigung an. Nur solidarisch kommen wir durch die Pandemie! Gegen antidemokratische und rechte Argumentationen fordern wir eine klare Abgrenzung.

> zum Flyer-Download

• Wir unterstützen das Bündnis „Decolonize Bielefeld”. Ziel ist eine Umbenennung der Karl-Peters-Straße im Stadtteil Stieghorst. Über das Projekt informiert dieser > Flyer.

Buchveröffentlichung „Michel Knop. Widerstand und Lagerhaft in der NS-Zeit und Opposition in der BRD“ von Willi Aders-Zimmermann
> Interview mit dem Autor


Samstag, 16. April 2022, 12:00 Uhr: Ostermarsch Bielefeld ab Hbf. Bielefeld

Gedenkveranstaltungen zur Erinnerung an die Novemberpogrome 1938: Unser Gesteck in Erinnerung am früheren Standort der Bielefelder Synagoge, 9. November 2021

Gedenkfeier auf dem Sennefriedhof, 29. September am Ehrenfeld der politisch Verfolgten
>Download Flyer

Unsere Gedenkschleife für die Widerstandskämpfer:

• Bei der Mitgliederversammlung am Donnerstag, 8. Juli, referierte Dr. Jupp Asdonk über die derzeitigen Planungen für die Gedenkstätte Stalag 326 in Schloß Holte-Stukenbrock.

Versammlungsgesetz NRW stoppen! NRW-weite Demonstration am Samstag, 26. Juni 2021 in Düsseldorf
> zur Website
> Download Flyer

Protest gegen das geplante Versammlungsgesetz in NRW: Unsere Gruppe war dabei.
> Download Infoflyer


BBN-BdA Kreisvereinigung Bielefeld auf der Demo gegen das neue Versammlungsgesetz in NRW

Rückblick auf den Ostermarsch Ostwestfalen-Lippe, Ostersamstag, 3. April 2021
Die Bielefelder Friedensinitiative hat eine informative > Rückschau auf die Veranstaltung zusammengestellt!


Wir
• halten die Erinnerung an Widerstand und Verfolgung wach, arbeiten mit Schulen und Universitäten zusammen an der Erforschung der Geschichte,
• treten alten und neuen Nazis, Rassisten und Antisemiten offensiv entgegen, formulieren antifaschistische Ziele lautstark und fordern das Verbot aller faschistischen Organisationen,
• halten Blockaden gegen Nazi-Aufmärsche und –Versammlungen für ein zulässiges und notwendiges Element zivilen Ungehorsams,
• üben aktive Solidarität mit Geflüchteten, mit Migrantinnen und Migranten
• stehen an der Seite aller Opfer rassistischer und faschistischer Gewalt, ihr den Boden zu entziehen ist unser gemeinsames Ziel
• sind Teil lokaler, regionaler und internationaler antifaschistischer und antirassistischer Bündnisse
• sind aktiver Teil der Friedensbewegung, die sich gegen die Militarisierung der Außenpolitik und deutsche Kriegseinsätze und Bundeswehreinsätze im Inneren sowie Militarisierung des Bildungswesens wehrt
• treten ein für die demokratischen und sozialen Rechte, stehen in engem Austausch mit Gewerkschaften, gesellschaftlichen, ökologischen und anderen sozialen Bewegungen und bringen dort unsere Erfahrungen ein
• diskutieren, feiern und streiten gemeinsam unter der Losung „Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen“